Traumaberatung

Unterstützung nach belastenden Geburtserfahrungen

Die Geburt eines Kindes ist ein prägendes Erlebnis, doch nicht jede Geburt wird als positiv empfunden. Viele Frauen erleben ihre Entbindung als schwierig oder sogar traumatisch, sei es durch medizinische Eingriffe, unerwartete Komplikationen oder eine Trennung von ihrem Baby direkt nach der Geburt. Auch für Partner, Angehörige oder Geburtsbegleiter kann eine schwierige Geburtserfahrung belastend sein.

Gemalte Szene: Eine Frau sitzt nachdenklich in einem Sessel neben einem Kinderbett.

Warum eine schwierige Geburt lange nachwirken kann

Während manche Frauen das Erlebte selbst verarbeiten können, bleiben bei anderen emotionale Wunden zurück. Die Auswirkungen eines Geburtstraumas sind vielfältig und können das Wohlbefinden, die Bindung zum Baby und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Dennoch wird das Thema oft tabuisiert oder unterschätzt, mit der Folge, dass sich viele Mütter und ihre Familien alleine gelassen fühlen.

Geburtstrauma verstehen

Studien zufolge gibt etwa jede dritte Frau an, ihre Geburt als traumatisch empfunden zu haben. Dabei ist wichtig zu verstehen: Ein Geburtstrauma hängt nicht nur von objektiven Ereignissen ab, sondern vor allem vom individuellen Erleben der Geburt. Auch wenn es nach außen keinen „offensichtlichen“ Grund für ein Trauma gibt, kann eine Geburt für eine Frau tief belastend gewesen sein.

Quelle: Ayers et al. (2024): Traumatic birth and childbirth-related post-traumatic stress disorder. Women and Birth, 37(2), 362-367. Zur wissenschaftlichen Veröffentlichung

Gemalte Szene: Eine Frau sitzt nachdenklich in einem Sessel.

Wie erkenne ich ein Geburtstrauma?

Eine belastende Geburt kann ganz unterschiedlich nachwirken. Die folgenden Anzeichen können dir helfen, dein eigenes Erleben besser einzuordnen. Vielleicht erkennst du dich in einigen Punkten wieder.

Diese Übersicht dient deiner persönlichen Orientierung und ermöglicht keine Diagnose. Wenn dich deine Geburt noch immer beschäftigt oder belastet, darfst du dir Unterstützung wünschen, unabhängig davon, ob eine Traumafolgestörung vorliegt.

Anzeichen bei betroffenen Müttern

  • Wiederkehrende belastende Erinnerungen oder Albträume über die Geburt
  • Angst- oder Panikgefühle, insbesondere in Situationen, die an die Geburt erinnern
  • Schuldgefühle oder Selbstzweifel, etwa das Gefühl, „versagt“ zu haben
  • Übermäßige Sorge oder Kontrollverhalten im Umgang mit dem Baby
  • Emotionale Distanz zum Kind oder Schwierigkeiten mit der Mutterrolle
  • Übermäßige Reizbarkeit, Schlafprobleme oder depressive Verstimmungen
  • Körperliche Stressreaktionen (z. B. Herzrasen, Schweißausbrüche) bei Erinnerungen an die Geburt

Halten solche Anzeichen länger an oder belasten sie dich stark, wende dich bitte auch an deine Hebamme, deine Ärztin oder eine Psychotherapeutin.

Hinweise für Angehörige

Nicht immer erkennen betroffene Frauen selbst, dass sie unter den Folgen einer belastenden Geburt leiden. Auch für Partner, Familie oder Freunde kann es schwierig sein, ein Geburtstrauma zu erkennen. Achte auf folgende Anzeichen:

  • Die Mutter spricht kaum oder nur widerwillig über die Geburt oder spricht auffallend oft und ausführlich darüber
  • Sie zeigt starke emotionale Reaktionen oder zieht sich auffallend zurück
  • Sie ist sehr angespannt oder übermäßig ängstlich im Umgang mit dem Baby
  • Sie scheint sich nicht richtig über das Baby freuen zu können
  • Schlafstörungen, Reizbarkeit oder grundlose Traurigkeit fallen auf
  • Der Umgang mit dem Baby fällt ihr sichtlich schwer

Unsicher, wie du helfen kannst?

Wenn du vermutest, dass eine Mutter in deinem Umfeld betroffen ist, kann eine einfühlsame Ansprache helfen. Häufig brauchen Betroffene Ermutigung, um sich Unterstützung zu suchen. Es ist oft schwierig, die richtigen Worte zu finden oder zu wissen, wie man helfen kann. Auch als Angehöriger eines betroffenen Menschen kannst du bei mir Unterstützung bekommen.

Wie kann ich dich und deine Angehörigen unterstützen?

Ich biete verschiedene Möglichkeiten an, dich nach einer belastenden Geburt zu begleiten. Gemeinsam können wir das Erlebte sortieren, offene Fragen klären und Zusammenhänge besser verstehen. Auch Angehörige finden bei mir Unterstützung.

1. Traumaberatung: Orientierung und erste Schritte

  • Was ist ein Geburtstrauma und betrifft es mich?
  • Wie kann ich mit belastenden Gefühlen umgehen?
  • Welche Möglichkeiten gibt es zur Verarbeitung?
  • Wie können Partner oder Angehörige unterstützen?

Die Traumaberatung dauert bis zu 50 Minuten und findet online oder telefonisch statt. Diese Dauer ist in der Regel gut geeignet, um erste Orientierung zu geben, Fragen zu klären und hilfreiche Impulse für den Umgang mit dem Erlebten zu erhalten.

2. Deine Geburt verstehen und einordnen

Individuelle Begleitung nach belastender Geburt

Manchmal braucht es mehr Raum, um sich dem eigenen Geburtserlebnis zu widmen. Im Einzelsetting nehmen wir uns ausführlich Zeit für deine Geschichte, für offene Fragen und alles, was dich noch beschäftigt. Gemeinsam sortieren wir das Erlebte und versuchen, Zusammenhänge besser zu verstehen. Diese Begleitung bleibt bewusst außerhalb von Diagnostik und Therapie, und es gibt keine gezielte Konfrontation mit belastenden Erinnerungen.

  • Du erzählst deine Geschichte in deinem Tempo, ohne Bewertung oder Druck.
  • Ich leite dich gezielt durch das Gespräch und stelle dir gezielte Fragen, sodass du Sicherheit und Struktur in deine Erzählung bekommst.
  • Durch mein Fachwissen erkläre ich dir Prozesse, die dir helfen können, dein Erlebnis besser zu verstehen.
  • Bei Bedarf ergänzen wir das Gespräch durch ausgewählte Übungen zur Selbstregulation, Achtsamkeit und Stabilisierung, die dich im Umgang mit belastenden Gefühlen unterstützen können.

Der Termin dauert erfahrungsgemäß bis zu 3 Stunden. Sollte der Bedarf für weitere Sitzungen bestehen, können wir flexibel kürzere Settings ergänzen.

Bist du wieder schwanger und bringst Ängste oder belastende Erfahrungen aus einer früheren Geburt mit? Dann findest du hier mehr dazu:

Ängste und Belastungen

Beratungsoptionen & Preise

Traumaberatung

80 €

  • Bis zu 50 Minuten (online oder telefonisch)

Individuelle Begleitung nach belastender Geburt

255 €

Mit Bondingbad: 320 € statt 395 € bei Einzelbuchung

  • Inkl. geleitetem Geburtsgespräch
  • Individuelle Übungen oder Meditationen
  • Inkl. Nachgespräch (20 Min.)

BONUS: Belastende Erfahrungen können sich auch im Körper zeigen. Meine Massagen auf Basis der Therapeutischen Frauenmassage können die Begleitung hier ergänzen. Bei Buchung der individuellen Begleitung nach einer belastenden Geburt oder eines Bondingbads erhältst du 10 % Rabatt auf eine Frauenmassage.

Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.

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Ob während der Schwangerschaft, zur Geburt oder in der ersten Zeit mit deinem Baby, hier findest du Leistungen, die dich und deine Familie auf vielfältige Weise unterstützen und stärken.

Gemalte Szene: Eine Mutter hält ihr Neugeborenes in der Badewanne an sich gedrückt.

Bonding­bad

Das Bondingbad ist eine liebevolle Möglichkeit, die Bindung zu deinem Baby zu vertiefen oder verpasstes Bonding nachzuholen. In ruhiger Atmosphäre habt ihr Zeit für Nähe und gemeinsames Ankommen.

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Mamamassage

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Gemalte Szene: Carina Welzel sitzt in einem Sessel und schreibt Notizen.

Meine Begleitung ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Bei Bedarf ermutige ich dich, weitere fachliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

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